Es begab sich in einer Nacht, dass eine Augsburger Bloggerin getaggt wurde. Kurz vor dem Einschlafen, also dem Prozess, der sich drei Stunden lang ziehen kann, weil man „noch kurz auf dem Handy was nachgucken will“. Da sah ich es: Augsburgs liebste Illustratorin Nonti hatte mich auf Instagram getaggt! Das heißt, ich darf mich den #10randomfacts-stellen. Shocking News in diesen 10 Fakten über mich nicht ausgenommen! Ich hoffe, Ihr lasst mich trotzdem in Auxburg. Einige Sachen disqualifizieren mich definitiv als Augsburgerin …

1 | Diese Crazy Cat Lady hat keine Katze

Die heftigste Sache gleich zu Beginn: Ich habe keine Katze! Eben weil ich sie so mag. Bei mir könnte die Miez nicht selbständig raus, und mehr als eine will ich nicht. Also doch keine Crazy Cat Lady im klassischen Sinne, puuuuuuh.

Deswegen müssen alle Katzen dran glauben, die mir in Augsburg über den Weg laufen. Bis auf ein blödes Nachbars-Exemplar locke ich sie alle. Mit einer auf dem Arbeitsweg bin ich mittlerweile besonders gut befreundet. Die ist mir mitten auf der Straße auf den Schoß gekrabbelt.

Auxkvisit liebt Katzen und Katzen lieben Auxkvisit. Oder so.
Auxkvisit liebt Katzen und Katzen lieben Auxkvisit. Oder so.

 

2 | Isch abe gar kein Auto

Noch nicht mal den Führerschein! Und ich lege immer noch nicht den mindesten Wert darauf. Deswegen bin ich ein super Beifahrer, weil ich niemandem blöd reinquatschen kann.

Alte Autos finde ich aber super – deswegen landen solche immer wieder auf meinem Instagram-Account.

 

3 | Wieso steht da ein _____ im Weg?

Es ist ein bisschen wie in „Männer, die auf Ziegen starren“: Wenn sich irgendwo etwas befindet, gegen das man laufen kann, tue ich das. Türrahmen nehme ich grundsätzlich mit der Schulter mit. Und … hoppla, war da etwa eine Glastür?

Verpeilt kann ich nur zu gut. Es gibt selten eine Zeit, in der ich nicht irgendwo einen blauen Fleck habe. Von dem ich meistens nicht weiß, woher er stammt.

 

4 | Ich wär mir fast mit Psychologie fremd gegangen

„Die Miriam, die macht mal was mit Zeichnen.“ Das habe ich schon mit Vier beschlossen. Als Teenager kam die Rebellion: Ein paar Monate lang bildete ich mir ein, lieber Psychologie studieren zu wollen. In einem Kurs war ich dann aber schnell entsetzt, wie schrecklich nüchtern und theoretisch das alles ist. Keiner nahm da jemals das Wort „Seele“ in den Mund. Dennoch: Wahrnehmung, Körpersprache und Neurologie faszinieren mich bis heute.

Übrigens: Wenn ich mich damals nicht in die alte FH spontanverliebt hätte, wär ich vermutlich nie nach Augsburg gekommen. Das alte Vincentinum hatte mich ab der ersten Sekunde! Ich könnte jetzt jedesmal heulen, wenn ich an dem mittlerweile totrenovierten Gebäude vorbeikomme.

 

5 | Ich bin ein bisschen süchtig

Nach Büchern:  Seit Jahren habe ich ein Bücher-Kauf-Verbot – und halte mich natürlich nicht im Geringsten dran. Jetzt werden sie halt nach dem Tetris-Prinzip ins IKEA-Regal gestopft. Besonders mag ich Hermann Hesse, Haruki Murakami, Daniel Glattauer, Matt Ruff, Victor Pelewin. (alle Links zu Wikipedia)

Nach Filmen: Sehr gerne die von Wes Anderson, David Fincher, Tim Burton, Christopher Nolan. Lieber Arthouse, gerne auch mal eher düster (Stay! Fight Club! Dystopien! Brainfuck! Außenseiter-Dramen! Abgründe der menschlichen Seele!), aber es darf auch gerne mal etwas Schlicht-Herzenswarmes sein wie 500 Days of Summer, Garden State, About a Boy oder Captain Fantastic. Was gar nicht mehr geht: Horror oder purer Splatter. Brrrrrrr.

Nach Serien: Mr. Robot (v. a. Staffel 1), österreichische wie Braunschlag, über die ich Euch bereits berichtet habe. Momentan gucke ich Preacher mit vorgehaltenen Händen. Auch toll: LOST, Unreal, The Affair. Und Sex and the City früher und OC California.

Nach Parfums: 39 Stück

Sonne: Von mir aus kann es -15 Grad haben. Hauptsache, die Sonne scheint!

Bloggerin Miriam vorm vollgestopften Bücherregal
Oh, da ist ja noch ne Lücke! Gleich mal neue Bücher kaufen. Foto: © Mark Kujath

 

6 | Ich bin ein Opa-Kind

Und dabei kenne ich ihn kaum, weil er gestorben ist, als ich noch ein Baby war. Ich habe aber ein Paar Eigenheiten von ihm: Die Schuhe binde ich mir genau wie er. Wenn die ganze Familie früher zusammensaß, hatte jeder seinen festen Platz. Kurz nach seinem Tod habe ich in die leere Opa-Ecke gewunken.

 

7 | Mein Humor kann ziemlich fies sein

Bei schönen, lieben Filmen (siehe 5.) oder Situationen lache ich auch mal „Hahaha“. Typisch ist für mich aber eher ein fieses „Hehe“ oder gleich „Hoahrhr“, oder ich schnaube einfach nur. Schadenfroh bin ich aber nicht, sondern leide mit. Solange mir die Person sympathisch ist. Ähm. Gehen wir lieber schnell weiter zum nächsten Punkt …

 

8 | Für drei Wochen Schlagzeugerin

Mit 17 war ich in einer Band. Wir waren drei Mädchen: J. an der  Gitarre, R. am Bass – und ich am Schlagzeug. Wir hatten einen ganzen Song. Bis dahin war ich die Klassik-Uschi mit Klavier, Flöte, Orchester/Renaissance-Gruppe und Chor.

 

9 | Ich hatte früher dunkle „kurze“ Haare

WHAT? Die ewig-gleich-blonde Miriam mit den immer-gleich-langen Haaren? Ja genau, die! Ich hab eben als Jugendliche alles durchexerziert: Von 13 bis 20 war es jedem inklusive mir unklar, was meine Naturhaarfarbe war. Mein großes Vorbild war Winona Ryder mit ihrer Frisur aus Reality Bites (wie ich auch der Neuen Szene verraten durfte). Dabei kam dann aber Folgendes bei raus.

Auxkvisit mit 16
Gestatten, die volle Dröhnung 90er mit rieeeesiger Mr-und-Lady-Jeans-Jacke, Levis und Docs.

 

10 | Ich hab noch nie Maultaschen gegessen

Echt jetzt. Und: Ich kann das R nicht rollen. Beim Balletshofer hätte ich einen Wurstsalat haben wollen und hätte ihn fast mit einem Obstsalat verlassen müssen. Muss ich jetzt wegziehen?

 

Mehr private Einblicke bekommt Ihr übrigens auch immer wieder auf Twitter oder in den Insta-Stories.

Was war jetzt am überraschendsten? Ich hoffe, Ihr wollt trotzdem – oder vielleicht sogar gerade deswegen 😉 – Auxkvisit weiterhin lesen. Noch besser: Verratet mir in den Kommentaren doch Eure überraschendsten Fakten 🙂 Wen ich tagge, seht Ihr auf Insta.
Wer Lust hat, sich seinerseits den 10 Fakten zu stellen, nur immer zu. Gebt mir dann gerne Bescheid, ick freu mir!

 

Titelbild: Miriam im Textilviertel, Foto: © Mark Kujath

0

Auch interessant

4 comments

Antworten

Hi Miriam,
ein schöner Beitrag, da lernt man die Person gleich etwas mehr kennen.
Haha, ein Bücher-Kaufverbot. 😀
Da kann man sich auch nicht dran halten;-)
LG Monique

Antworten

Hallo Monique,
Dankeschön! Der Artikel hat mich auch gut Zeit und Nerven gekostet … 😉
Und wovon solltest Du Dich lieber fern halten?
Miriam

Antworten

Am überraschendsten fand ich tatsächlich, dass du mal Schlagzeug gespielt hast und generell Instrumente 😀
Die Sache mit dem Auto, der Psychologie und den blauen Flecken find ich sehr sympathisch. Kenn ich nämlich so auch von mir 😉
LG, Ramona

Antworten

Dass Dich das überrascht, wundert mich jetzt mal nicht 😀
Ich halte das eben nicht für so erwähnenswert, denn aktuell spiele ich ja nichts. Wenn ich mal vor nem Klavier sitze, fallen mir schon noch ein paar Stücke oder Passagen ein. Es ist aber so frustrierend, wie langsam die Feinmotorik da mittlerweile ist. Querflöte wär mittlerweile für alle eine Zumutung und Blockflöte will man doch nicht wirklich hören, wenn’s nicht gerade bei Alt-J ist 😀
Oh, dass du auch an psychologischen Themen dran bist überrascht mich jetzt wiederum 🙂
LG

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*