Ich habe mich geirrt. 24 Jahre lang bin ich dem Irrtum erlegen, dass ich alle Jeans liebe: Die erste Levis natürlich, die ganz besonders. Es folgten weitere Bootcut-Jeans und einige mit Schlag. Schamerfüllt denke ich an ein Modell zurück, bei der ein Bein komplett mit lila Blumenranken bestickt war. Ich mochte auch immer die ganz weiten Jeans, die nur am Po anliegen und dann sofort in weiches, schlunziges Geschlabber übergingen. Mit Röhren freundete ich mich nicht sofort an, dann aber dafür umso doller. Bis vor Kurzem war ich überzeugt: I love jeans! A-l-l-e. Gut, die mit Dieter-Bohlen-Waschung ausgenommen. Aber sonst? Total meins.

Und dann kam Highwaist.

High Waist – ein grässlicher Trend wird Normalität.

Als ich ungläubig zusah, wie der Hosenbund in Modemagazinen und langsam auch auf Augsburgs Straßen wieder hochrutschte, gab ich dem Trend drei Monate. Inzwischen hat die Highwaist meine heißgeliebte Low Cut erfolgreich verdrängt und räumt nur der „Regular Waist“ ein, einigermaßen gleichberechtigt in den Klamottenläden existieren zu dürfen. Superlow hat sie fast gekillt – das ist ganz gut, wenn man an die Poritzendesaster der anfänglichen 2000er zurückdenkt. Aber muss der Hosenbund deswegen jetzt ernsthaft wieder bis zum Nabel und höher gehen?

Meine Aversion stammt daher, dass ich mit einer niedrigen Bundhöhe modisch initialisiert worden bin. Als ich am Pubertieren war, saß bei uns allen der Bund auf Hüfte. Hosen, die höher gingen, waren was für Kinder – oder für Muddis. Unsere Mütter schlugen entsetzt die Hände überm Kopf zusammen. So wie ich jetzt.

Es gibt eine Trendforschung, die besagt, dass Enkel immer mehr mit ihren Großeltern gemein haben als mit ihren Eltern. Wir sind alle gefangen im Rad sich abwechselnder Werte. Schwarz ist toll! Oh, dann finden wir Weiß besser. Was, weiß? Igitt! Dann lieber Dunkelanthrazit. Unglücklicherweise gehöre ich jetzt zur Generation mittendrin – ohne mich auch nur ansatzweise älter zu fühlen oder Elter zu sein, was das Ganze eventuell noch schwieriger zu verstehen macht. Ich fühle mich mit meiner Vorliebe für eher niedrig geschnittene Hosen nun verdammt allein. (Mit der für Schlaghosen und Bootcut übrigens auch.) Die Jungen greifen begeistert zu High Waist. Meine Mutter freut sich, weil das super für die Nieren ist.  Sie alle könnten jetzt jederzeit in die Innenstadt gehen und im nullkommanichts ihre neue Lieblingsjeans kaufen. Und ich?

 

Die unzähligen Probleme beim Jeanskauf werden um eines erweitert.

Nun hätte ich auch ganz gerne eine neue Jeans. Die ehemalige Lieblings ist unterm Po gerissen; der Stoff war schon etwas dünner, ein kleines Loch hatte ich noch erfolgreich mit einer Flicke von innen retten können. An einem Abend geschah es: Ich ließ mich bequem auf die Couch fallen und freute mich noch, wie toll die Hose und unheimlich bequem sie mittlerweile geworden war. Schwang das Bein hoch und platzierte den Fuß gemütlich unterm Hintern – eine meiner Lieblingspositionen –, und es krachte.

Tags darauf fand ich mich bei H&M wieder, weil das eine der wenigen Marken ist, deren Jeans gut bei mir sitzen. Problem eins – der Schnitt – wäre also theoretisch gelöst. Problem zwei, die perfekte Waschung, lässt sich relativ schnell lösen: Ich weiß genau, welche ich mag. Vielleicht zu genau: Ein leicht, aber gleichmäßig verwaschenes Vintageblaugraugrün ist heute verdammt selten. Eventuell schimmert mir bei H&M selbst 2017 etwas vintageblaugraugrün entgegen. Erleichtert greife ich zur Jeans. Die nächsten 21 Minuten verbringe ich whatsappend in der Schlange vor den Kabinen. Wo ehemals gefühlt 20 Umkleiden waren, sind heute nur noch fünf. Probieren muss aber sein: Wer weiß, ob da nicht eine falsche Längs-Waschung doch optisch querschießt. Nach 23 Minuten habe ich die engen Hosenbeine über meine gezogen und wundere mich, wie viel und wie lange ich da hochziehen kann. Ich stoße mit dem Reißverschluss an mein Kinn – verdammt, doch eine Highwaist erwischt!, blicke auf – und lache los.

 

High-Waist sieht einfach scheiße aus.

Highwaist steht mir einfach nicht. Zwar habe ich noch nicht ganz kapiert, welcher Buchstaben- bzw. Obstform meine Figur entspricht, aber es ist keine, die kompatibel mit einer hohen Taille wäre. Es sieht aus, als hätte die Hose meinen Oberkörper aufgefressen. Die Jeans hat sich über mich gestülpt wie eine Schlange über einen Babyhasen. Sämtlicher Speck ist weggequetscht, das finde ich ganz gut. Tatsächlich ist der Vorteil von hoch geschnittenen Jeans, dass sie alles, was man außer Knochen sonst so besitzt, in Form pressen. Im Gegensatz zu weniger hoch geschnittenen Hosen ploppt hier auch nichts an unschöner Stelle wieder heraus. Mit etwas Glück springt es einfach gleich eins weiter, in den BH hinein.

Die Proportionen in Highwaist-Hosen.

Ich ließ mich von der korsagenhaften Wirkung der Highwaist-Hose blenden. Wie praktisch, wenn man sich plötzlich in alle erdenklichen Richtungen bewegen kann, ohne dass irgendwann der Bauch rausrutscht oder die Unterbux rausblitzt! Das wird übrigens auch gerne auf Youtube als Pro-Argument für solche Hosen genannt. Generation Y mag diese Perfektion & vermeintliche Sicherheit. Es könnte sich fast nach einer neuen Freiheit anfühlen. Könnte. Es kann sich aber nichts nach Freiheit anfühlen, das im Grunde nichts anderes ist als ein starres Korsett.

 

Highwaist fühlt sich scheiße an.

Der Stoff drängt zwar alles hübsch in Form und betont weibliche Kurve ganz nice, was man schnell als „sexy“ bezeichnen könnte – aber es fühlt überhaupt nicht so an. Da meldet sie sich wieder, die Konditionierung aus den 90ern: Die Hosen, in denen wir rebellierten (oder so taten als ob), uns cool und das erste mal sexy fühlten, saßen tendenziell tief. So fühlte sich für uns Freiheit an. Es war uns egal, ob jemand unsere Unterwäsche sah – wir überlegten morgens einfach drei Gedanken länger, welcher Snoopy-Print, welche Boxershorts oder welcher knallbunte Tanga am besten zur Jeans du Jour passt. Unser Bauch blitzte vielleicht mal kurz hervor, aber das störte uns nicht. Noch nicht. Im Lauf der Jahre aber denn doch. Auf einmal war da was, diese kleinen Beulen über dem Hosenbund. „Lovehandles“ nannten es Typen und fanden die Dinger ganz süß, „Muffintop!“ titelten die Magazine und erklärten sie für skandalös. Ich glaubte den Magazinen. Denn die Mode-Experten mussten es doch wissen, oder?

 

Highwaisted frisst Muffintop.

„Wenn es den Speck rausquetscht, ist die Hose zu klein!“ rieten Instyle, Glamour und Co. Ich gab mich geschlagen, schalt mich fett geworden und probierte eine Nummer größer – die Hose rutschte mir den halben Arsch hinab und schlabberte an den Oberschenkeln. Was also nun?

Die ernüchternde Sache ist: Ein menschlicher Körper ist in der Regel etwas tendenziell Weiches. Alles, was überhalb der Knochen kommt, ist letzten Endes dehn- und formbar und reagiert auf Druck mit Eindellungen und Ausdätschungen. Es ist ein konvex-konkaves Freudenfest. Unvermeidlich also die traurige Tatsache, dass ein Bund, der sich auch noch gegen die Schwerkraft (!) an uns festhalten muss, ein bisschen Plopp! macht. Wenn das Plopp bis zum Knie hängt, könnte man sich eventuell Gedanken machen, ob ein anderes Kleidungsstück nicht doch vorteilhafter wäre.

Ich habe Jahre gebraucht, das zu verstehen.
Aber zurück zu 2017, dafür ist übrigens leider gar kein so großer Zeitsprung nötig.

 

Highwaist frisst Magen auf.

Den ersten Tag in meiner neuen Highwaist-Jeans genoss ich, wie man eine neue Klamotte eben cool findet. Das ging ungefähr vier Stunden lang gut. So lange saß ich in der Arbeit nonstop, der Bund drückte allmählich in den Bauch und auf alles, was sich ordnungsgemäß darin befindet. Zusätzlich beging ich den eklatanten Fehler und aß etwas zu Mittag. Meine Verdauung reagierte prompt. Nur hatte sie keinen Platz mehr bzw. wurde von der neuen Hose in ihre Schranken verwiesen. Gegen 15 Uhr schielte ich im Sekundentakt auf die Uhr, wann endlich Feierabend ist, damit ich heimrennen und in meine bequeme Schlabberhose schlüpfen konnte. Ich schälte mich aus der Jeans und machte „Ah!“, der Bauch „Brbebebbbebbguaaaarrrrrrrr“. Seine Art, Danke zu sagen.

Highwaist Hosen dätschen den Bauch flach.

Ich verstehe echt nicht, wie andere Leute den hohen Hosenbund aushalten und halte sie so lange für gedärmlose Alien, bis Ihr mich aufklärt, wie Ihr das macht.

Der nächste unpraktische Faktor ist, dass einem die Highwaist-Hose das Handy immer aus der Tasche schiebt. Damit die Treppen hochrennen kannste knicken. An diesem Punkt wirken einfach zu viele physikalische Kräfte auf einmal aufeinander. (Ich erinnere: Ich bin Auxburgerin. Alleine schon deswegen bevorzuge ich Klamotten, die nicht unpraktisch sein dürfen.)

Aber vergessen wir deswegen nicht das mit am Schrecklichsten, das Highwaistjeans machen.

 

Highwaist macht einen Kastenarsch.

Als ich das erste Mal eine Highwaist anzog, freute mich noch über die nette Silhouette: Oberkörper hatte ich zwar kaum einen mehr, aber dafür ordentlichen Hüfschwung taillenaufwärts. Denn, klar: Wo die Fläche nicht unterbrochen wird, hat sie mehr Raum, Kurven nachzuzeichnen. Dummerweise klappt das zumindest (und beobachtungsweise nicht ausschließlich) bei mir nur von der Seite.

Wer sich das erste mal in einer Highwaisthose von hinten sieht, erkennt plötzlich die Bedeutung des Wortes „Kastenhintern“. Da kann kein Hintern was dafür, das passiert in den taillenhohen Hosen ganz von selbst: Es ist einfach verdammt viel Stoff, der von der Pofalte bis zur Taille hochgeht. Diese Fläche ist rechteckig, und eben so sieht der Arsch dann aus. Viel höher als breit und nur noch flach. Das war der Moment, in dem die Leute bei H&M besorgt nachfragten, ob bei mir noch alles ok ist.

Anscheinend stört das auch andere. Ich bin mir recht sicher, dass der aktuelle Trend zu Riesenhintern den beknackten Highwaist-Hosen geschuldet ist: Gegen diese optische Verzerrung kann nur kontern, wer seinen Arsch auf Wassermelonengröße trainiert. Dann sieht der Po auch wieder von hinten rund aus. Wenn sich der Po so super durchtrainiert vom Bein abhebt, ja geradezu abstößt, hat man auch gleich das andere Problem gelöst, dass man 2017 keine Pofalte mehr haben darf. Wer seinen Termin beim Schönheitschirurgen gemacht hat – sagt einfach, Ihr habt eine „Bananenfalte“, dann geht das als ästhetischer Notfall durch und Ihr bekommt sofort einen Termin –, lässt sich am besten gleich noch Luft zwischen die Oberschenkel operieren. Dann habt Ihr auch gleich noch die supertrendy Tigh Gap. Muss man jetzt alles haben, wie die supertollen Highwaisthosen.

High-Waist-Hosen machen Kastenarsch.

 

High Waist ist High Waste.

Ich staune über all diese Trends, im realen Leben hier in Auxburg ebenso wie auf Instagram, erkenne im Rückspiegel in der Umkleidekabine, dass meine Figur fernab davon ist – mein Geschmack zum Glück auch – und pelle meinen Handball-Bananen-Hintern aus der Bauchweh provozierenden Hose. Mit etwas Glück finde ich in dem Sale-Haufen die letzte Low Cut Skinny Jeans aus der Vor-vor-vorletzten-Saison. In vintageblaugraugrün. In meiner Größe! Jajajaja – träumen wird man ja noch dürfen! Denn auch, wenn Irren menschlich ist – das ist es noch viel mehr.

 

High Waist, High Waisted Jeans, High-Waist, Highwaist … Diese schrecklich vielen Schreibweisen. Ich habe versucht, jeder ein bisschen gerecht zu werden, wenn ich es den Hosen schon nicht werden kann.

1

Auch interessant

22 comments

Antworten

Des einen Leid, des andern Freud! ;D

Ich liebe Highwaisthosen; aus dem einfachen Grund, dass mein Hintern von Natur aus so gewachsen ist, wie ihn sich jetzt Millionen Frauen trainieren (für mich mindestens so unverständlich wie für dich Highwaisthosen) und ich somit ENDLICH Hosen finde, die mich nicht aussehen lassen, als sei mir meine Hosengröße nicht bekannt. Was am Becken niemals zu schließen wäre, weil aus selbigem vermutlich jedes Kind einfach ohne pressen rausfallen könnte vor Breite, geht in der Taille wunderbar zu! Der Trick, mit dem man trotzdem essen kann: stretch oder, noch besser, superstretch. Damit geht die Hose auch besser über’s Monsterbecken. 😀
Liebe Grüße
Silja

Antworten

Danke, Silja! Damit kapiere ich so langsam, für wen diese Hosen geschnitten sind. Mir war ja klar, dass sie eine Existenzberechtigung haben müssen, zumal sie sich so gut auf dem Markt halten. Also brauch ich einfach die Geduld, bis „meine Jeans“ wieder zurück sind. Ist halt eben jeder mal dran 😉

(Die Vorstellung mit dem rauspurzelnden Kind … :D)

Antworten

Es gibt wirklich Menschen, an denen das toll aussieht, großer Neid hierfür. Ich gehöre auch nicht dazu. Und noch etwas trauriges, jeans-related: Nachdem ich mangels Tragekomfort und Lieblings kürzlich ungefähr 15 Levi’s ausgemistet ausgemistet habe, ist mir in den Kopf gekommen, dass mir diese Marke vielleicht einfach nicht passt? Das war auch ein trauriger Moment, ich glaube ich habe einen H&M Körper, und wer hat das schon gerne.

Antworten

Jap, dank Charlotte Brandis Auftritt letztes Jahr bin ich überhaupt drauf gekommen, wie unheimlich toll das aussehen kann. Aber was will man bei nem H&M-Körper machen … Only fand ich früher ja auch noch sehr ok. Levi’s geht bei mir auch gar nicht (mehr)! Lass uns ne Selbsthilfegruppe gründen, in der wir Levi’s-Jeans streicheln und dabei Me and my drummer hören 💛

Antworten

Ich liebe High-Waist-Hosen 😀 Die Lowcutdinger musste ich wegen meiner dünnen Beinchen immer so klein kaufen, dass sie an der Hüfte viel zu eng waren. Damit kamen meine Gedärme absolut nicht zurecht. High-Waist mit Stretchanteil ist da echt super. So bequem, nichts rutscht und ich kann viel essen ohne dass die Hose spannt 😀 Und wegen dem Problem mit dem Kastenhintern: Oversized Oberteile, die bis übern Po gehen. Da kann man dann sogar noch mehr futtern, ohne dass einem der Bauch rausploppt 😀

Antworten

Also entweder kennt Ihr echt Superstretch oder mein Bauch ist superempfindlich … 🙈 Oversize find ich auch super!

Antworten

Deshalb kaufe ich inzwischen nur noch Jeans-Leggings. Hauptsache stretch und und Gummibund 😀
Bei h&m gibt es seit kürzeren das „feathersoft low“ Modell. Das ist wirklich sehr low und könnte was für dich sein 😉

Antworten

Du schuldest mir jetzt 40 Euro 😀 Danke, das war ein toller Tipp! Da ich heut eh bummeln war, hab ich mir die gleich mal gekrallt. Sie sitzt echt gut & ist total bequem, ist halt auch keine Jeans-Jeans-Jeans. Aber der Stoff ist echt gigantisch, mit der könnte man ja sogar Yoga machen 😳

Antworten

Hey Miriam,
wundervoll unterhaltsamer und grandios geschriebener Artikel 🙂 Ich bin so wie du Städtebloggerin und staune, was du so alles auf deinem Blog umsetzt. Werde definitiv wiederkommen und mich inspirieren lassen 🙂

Viele liebe Grüße aus Erfurt,
Jessi

Antworten

Vielen lieben Dank, Jessi! Ich hab mich eben auf Eurem Blog umgesehen. Schön habt Ihr’s da. Von Erfurt weiß ich bislang viel zu wenig, das wird sich ab sofort ändern 🙂

Antworten

Hey Miriam, ja Erfurt ist ein echter Underdog. Das ist okay. Umso überraschter sind die Leute hinterher 🙂 Viele liebe Grüße, Jessi

Antworten

Na da muss ich als Mann auch mal meinen Senf dazu geben! (Toller Blog hier übrigens!)
Ich als Mann hasse diese grässlichen Dinger! Warum ist das so?
Weil wir es sexy finden, wenn wir kurz über dem Bund einer Jeans einen Bauchnabel hervorblitzen sehen.
Weil wir es sexy finden, wenn wie unter einer Jeans einen schön geformten Popo erahnen können. (Über die Form macht ihr Mädels euch übrigens viel zu viele Gedanken…wir sind da nicht so anspruchsvoll)
Und weil wir es sexy finden, wenn wir eine Frau sehen, deren Hüfte sichtbar ist und sich in ihrem reizvollen Gang bewegt…das beflügelt unsere Phantasie.
Diese Stoff-Fetzen, die so ziemlich viel verdecken, was wir an einer Frau sehen wollen, törnen uns nur ab und erinnern uns an Obelix….und das möchte glaube ich keine Frau. 🙂

Antworten

Danke, Markus! Wobei die Chancen ganz gut stehen, bei einer High-Waist-Trägerin die Hüften schaukeln zu sehen. Die kombinieren das ja scheinbar am liebsten zu bauchkurzen Oberteilen.
An dieser Stelle jaule ich zusammen mit Idefix mal auf 😀 Dann lieber Oversize-„Stofffetzen“.

Antworten

Ein super Kommentar! Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe auch mit Hüfthosen pubertiert ♡ 😉
Dieser neue Trend ist wirklich unbequem und einfach nur schrecklich. Habe mir auch eine von diesen Hosen gekauft, einmal getragen und jetzt nur noch im Schrank hängen. Lg

Antworten

Halle Jule,
freut mich zu hören, dass Du das auch so siehst 😀
Dann werden wir uns um die letzten verbleibenden Low-Raise schlagen … bis der Gegentrend wieder einsetzt. Hoffentlich halten unsere bisherigen Lieblingsjeans so lange durch. Ich drück uns die Daumen!

Antworten

Hallo,
ich weiß, ich gehöre hier nicht hin, denn ich bin 65 Jahre alt und männlich. Heute besucht mich meine Tochter und erzählt von ihrer gestrigen schwierigen Hosensuche: plötzlich alles High-Waist! Aber nur zur Info: ich trage mein ganzes Leben lang fast ausschließlich Jeans, meist 501 Levis. Diese waren früher immer „High-Waist“, bis erstmals vor höchstens 10 Jahren der Hosenbund bei allen Hosen auf einmal so weit runterrutschte, dass das Tragen für mich unangenehm wurde – die Hose rutscht ständig, war ein blöder Trend aus meiner Sicht. Jetzt geht’s wieder zurück zu dem Stil, der sicher 50 Jahre lang vorher üblich war.
Is‘ schon komisch, wa, wie alle meinen, sie müssen’s machen wie der Trend – so’n Quatsch. Schuld ist die Industrie, die stets ausschließlich den Trend bedient. Ich freue mich jedenfalls auf wieder gut passende Hosen.
Liebe Grüße aus München

Antworten

Hallo Micha,
ach was, hier gehört jeder her, der Lust auf Lesen hat 😀 Danke für Deinen Kommentar, der schön zur Vielfalt beiträgt. So mag ich das.
Das mit den Trends ist halt auch so nervig, weil die nicht immer aussitzen kann. Die Klamotten halten ja nicht mehr so lang. Wenn ich dran denke, wie schnell die letzte neue Jeans kaputtgegangen ist … Aber das ist dann nochmal ein anderes Thema.
Zu den rutschenden Hosen fällt mir nur ein: Ich fände es ja schön, wenn Hosenträger wieder Trend würden 😀
Vielleicht hilft es ja Deiner Tochter: Manchmal sehe ich auf Asos tatsächlich noch niedrig geschnittene Jeans. Wenn sie aber bitte nicht innerhalb der nächsten Tage da bestellen würde, sonst ist keine mehr für mich da 😉
Viele Grüße nach München!

Antworten

High waist ist grundsätzlich nur etwas für eine sehr sehr sehr eingeschränkte Zielgruppe. Zu schade also, dass sich ein Flächentrend daraus entwickelt hat. Während Vintage Hosen mit hohem Bund (z.B. pin up design) bei einigen Frauen irgendwas von elegant bis witzig sein können, ist die klassische “Dirty dancing jeans” etwas, das selbst unter-gewichtige Photoshop-Körper latent zu entstellen scheint. In Kombination mit “Hochwasser-Länge”, fieser heller Waschung und geringem Strechanteil wird jede ursprünglich attraktive Frau zum konturenlosen Pummelchen. Die kastigen Crop tops dazu sind zwar eine modische Konsequenz, verschlimmern das Elend jedoch nur noch weiter. Die Modemagazine umschreiben die neue Unförmigkeit mit „lässig“ und die heute 15 Jährigen werden wohl in einer Zeit ohne Schnittmuster pubertieren und revoltieren.
Uns übrigen, die wir uns wehrhaft gegen den Birnenarsch stellen, bleibt nur das Abducken und Warten. Nachdem man uns diesen Winter verschnittene Ballon-Pullis, XXL-Daunen-Mäntel in O-Linie und figurumspielende Oversize-Sackleider mit Puffärmeln als die Krone des Stil-Bewusstseins verkaufen will, wird hoffentlich auch dieser Trend wieder vorüber ziehen und etwas Neuem Platz machen, das der Figur wieder mehr schmeichelt (oder sie zumindest erkennen lässt).

Antworten

Danke Etta, ich musste eben herzhaft lachen. Was in dem Winter alles kommt … oh je. Pulli-Ausschnitte sind grad auch gar komisch. So klein wie Ärmelausschnitte quasi :O
Also harren wir mal der Dinge, die noch kommen. Solang kaufe ich lieber da, wo es Sachen aus den letzten Saisonen gibt. #fashionomi

Antworten

Ja, ich hätte auch nie gedacht, dass sich so etwas banales wie ein Halsausschnitt mal zum Problem entwickeln würde! Der ausgleichende Effekt vorteilhafter Kragenlösungen scheint diesen Winter leider als genauso bedrohlich wahrgenommen zu werden wie Schulternähte, die sich nicht zum Ellbogen vorarbeiten. Man hatte offenbar eine ganz klare Mission!
Hinzu kommt noch dieser latente Würgereiz, der entsteht, wenn der anschmiegsame Rundhals sich sanft aber beharrlich gegen den Kehlkopf drückt – ein bisschen so wie früher, wenn Oma einem mit ganz viel Liebe und wenig Augenmaß einen Pulli gestrickt hat, den man dann tapfer den ganzen Besuch lang tragen musste.
Wird Zeit, dass Frühling wird.

Antworten

Hallo Miriam!
Auf der Suche nach einer ökologischen low waist Jeans bin ich auf deinen Blog gestoßen. Du sprichst mir aus der Seele was die Bauchschmerz-Hose angeht. Ich bin superempfindlich an Magen und Darm. Deshalb MUSS ich eine Hose haben, die weit unten sitzt. Zum Glück kommt die low waist Jeans wieder. Hab ich auch heute im Netz gelesen. Ich hoffe auch eine ökologische low waist Jeans. Falls du über eine (helle) Öko-Jeans mit niedriger Laibhöhe „stolperst“ freu ich mich hier auf Antwort. 🙂
Viele Grüße aus Schleswig-Holstein

Antworten

Whoop Whoop! Sie sind echt zurück — YAY! 😆 Das sind doch mal gute Nachrichten, Christina! Danke dafür. Viel Glück Dir auf der Suche, lang dauern kann es dann jetzt ja nicht mehr. Ich berichte meinerseits auch gerne, wenn ich was finde. 🙂

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*