Samstag. Feiertag.
Und damit ein Tag, der viele am Freitag in Panik fallen lässt:
Reicht der dreiviertelt volle Kühlschrank bis Montag?
Die Schlange im Rewe: Durch den halben Laden. Nervöse Zuckungen, wer zu lange an der Kasse braucht. Noch nervösere bei denen, die zu spät bemerken, dass sie etwas vergessen haben.
Die Aktion und Aktivität vom Samstag wird komprimiert in den Freitag, dass der Samstag als zweiter Sonntag durchaus seine Berechtigung erhält. Endlich. Zeit. Für. Nichts.

Was tun, wenn „man ja nichts tun kann“? Was anfangen mit einem Tag, an dem die ganze Stadt halbseitig schläft wie ein Seeungeheuer?

Stillhalten, atmen, Ruhe finden.

Den Geldbeutel einen Tag nicht anfassen, es sei denn, man trinkt auswärts einen Kaffee.
Den zweiten Tag genießen, an dem der Alltag Urlaub macht: Keine Arbeit, keine Staus. Slowmotion. Geschlossene Geschäfte, deren Stimme versagt, die nicht locken können.
Leise könnte es in der Stadt sein, wäre da nicht das Gemurmel von denen, die gemeinsam: Nichts tun. Mit einem Kaffee in der Hand. Oder Eiskaffee, weil die Sonne scheint.

Die Sonne, sie wundert sich, wie wenig sie heute bremst. Wie viele ihr ihre Backen hinhalten.

Heute lockt kein Ziel, sondern einfach nur: Der Moment.

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