Obacht, obacht! Sie schreibt mal wieder. Puuuuuh, kein Vlog. Und als würde das nicht reichen, hat sie über Nacht den Look vom Blog mal wieder angepackt: Statt niedlich rosa mit Katzen im Dampfloks geht es hier nun Schwarzweiß zu. Sorgen müsst Ihr Euch deswegen keine machen – weder bin ich plötzlich depressiv geworden noch war es in den letzten Wochen, in denen es hier dezent ruhiger zuging. Voilà, tataa, es folgt ein Wochenrückblick der letzten Zeit. Der auch erklärt, warum es hier nun ein klein wenig anders aussieht und was es mit den Videos aus den letzten Tagen auf sich hat.

Wenn’s hier mal ruhiger zugeht

Meine oberste Prämisse für den Blog hier ist und bleibt: Freude daran zu haben. Wenn ich aus innerem Zwang oder Druck heraus schreibe, weil ich meine, neuen Inhalt liefern zu müssen, kommt herzlose Scheiße dabei heraus. Natürlich ist mir ab und zu so etwas durchgerutscht; dieses Problem dürfte jedem Blogger bekannt sein. Kaum vergeht eine Woche ohne neuen Inhalt, fühlt man sich zumindest unterbewusst unter Zugzwang. Aus dieser Not heraus geschrieben habe ich zum Beispiel diesen Artikel. An dem Abend hatte ich das fahrbare Theater gesehen und mir gedacht, schnell darüber etwas zu schreiben. D’oh.

Letztlich tut es mir dann für jeden ein bisschen leid: Für Euch, weil der Artikel so hingerotzt ist; für den/das, über das ich schreibe, weil ich es zu wenig würdige und letztlich auch für mich, weil jeder Artikel eine gewisse Zeit braucht, die ich – mal wieeeeeder – vorm Rechner verbringe. Und so sehr ich das alles hier auch liebe: Es gibt Schöneres, als vor der Kiste zu sitzen. (Dennoch macht mir die Vorstellung, den Rechner zukünftig irgendwann durch bloße Gedanken steuern zu können, ganz schön Angst.) Auch wenn ich ein kleiner Computer- und Internetnerd bin, spüre ich ja selbst, dass und wie das viele Rechner- und iPhone-Rumgehänge – Obacht, Omma-Alarm und #mimimi! – für den Körper nicht das Beste ist. Für den Rücken und die Augen. Was erzähl ich Euch, die Ihr vielleicht auch nonstop im Büro vor dem Bildschirm sitzt …

Es gibt leider einfach Phasen, in denen es einfach #nichtläuftbeimir. In denen flutschen weder Schreiben noch Zeichnen. Wie ich auch Miriam Zissler im Gespräch für den Artikel in der Augsburger Allgemeinen erzählt habe, blogge ich nur, wenn es flüssig in einem Rutsch klappt. Wenn ich über 5 Minuten brauche, um den ersten Absatz zu formulieren oder jeder Strich wackelt, lasse ich es lieber gleich bleiben. Das ist mir dann echt zu schade um die Zeit. Dann gehe ich stattdessen lieber laufen. Okay, diese Ausrede gilt zumeist nur am Wochenende. Dann hänge ich einfach so rum, allein oder mit Leuten, meditiere (damit habe ich in letzter Zeit wieder verstärkt angefangen, und das tut ganz schön guuuuuut), lese, esse Pfefferminz-Eis, gehe photographieren oder zeichne von Hand. Was man eben so macht im Leben. Das sorgt ja auch für neuen Input hier!

 

WHAT – von Hand zeichnen? Und das hier?

Was hier hier an Zeichnungen seht, entsteht alles digital an einem Wacom-Tablet. Das geht schnell und verbraucht kein Papier. Tatsächlich hat Letzteres jahrelang eine Hemmschwelle für mich dargestellt. Im Studium haben mir ein paar Profs – okay, nur zweieinhalb, aber immerhin 2,5/3 – erfolgreich eingeredet, dass ich „nicht zeichnen kann“ oder zumindest nur enorm schlecht. Ich hatte meistens eine 2- bis 3 und erst beim letzten Zeichen-Prof plötzlich doch eine 1. Versöhnt hat mich die aber nicht. Wieso gräbt sich Kritik eigentlich immer tiefer ins Fleisch als ein Kompliment?

Wenn ich vor einem blanken Blatt Papier oder gar Skizzenbuch gesessen bin, schwebte meine Bleistift-Hand schockgefrostet zwei Zentimeter über dem Papier. Im Urlaub vor ein paar Wochen, einer Woche herrlichem Nichtstun und Rebooten, habe ich der ehemaligen Gehirnwäsche gekontert und einfach wieder zu zeichnen begonnen. Ob ich es „kann“, steht nach wie vor zur Diskussion – nein, lieber nicht, sonst ist die Motivation gleich wieder futsch 😉 Hauptsache ist ja, dass es einem Spaß macht. Entstanden ist unter anderem das hier. Von Bleistift, coloriert habe ich es denn doch wieder digital, weil auf der dicken Schicht nichts mehr gehalten hätte. Jaaaaaa, ich schraffiere immer viel grob und schnell zu dunkel, und düster sehen die Motive dann auch mal aus! Willkommen auf der dunklen Seite von Auxkvisit.

Illustration Creepy Circus von Miriam

 

Die dunkle Seite der Macht.

Weil diese Woche Star-Wars-Tag war, durften sich vier Post-Its mit entsprechenden Motiven auf die Reise durch Auxburg machen. Unter anderem dieser hier. Hat ihn zufällig irgendwer entdeckt? Oder einen anderen?

Luke, ich bin deine Mudda

 

Die Sache mit dem Vlog?

In den letzten Tagen habt Ihr zwei Videos zu sehen bekommen. Eine GNTM-Zusammenfassung und ein Tinder-Vlog. Keine Sorge: Ich will keinen auf Youtuber machen. Und werde auch niemals, nie (!!!!) einen Badadida-wopwop-Song à la Bibi produzieren. Mein Text wird dadeldidudaladapdap lauten. Nein.

Erstens wollte ich einfach mal die Video-App Clips ausprobieren. Tatsächlich finde ich das ganz lustig, es macht die Aufnahme recht einfach. Meine Experimentierfreude war geweckt und ich hatte meinen Spaß dabei. Deswegen schwirren jetzt zwei auxkvisite Videos auf Youtube herum. In Schwarzweiß, auch.

In meinem Hinterkopf schwirrt da der Gedanke, gerade im Sommer lieber öfter mal ein Video zu liefern anstelle eines Textes. Aus dem oben genannten „weg vom Rechner“-Impuls heraus. Meine Videos werden so hochgradig unprofessionell bleiben, weil ich das einfach mit dem iPhone aufnehme. Das mich aktuell ganz schön anpisst, weil die Sync mit dem Mac dank der letzten Updates nicht mehr läuft. Deswegen ist das zweite Video einfach nur grässlich verpixelt. Um auf Sierra mit der Zweiklickauthentifizierung updaten zu können, müsste ich die Zweiklickauthentifizierung bereits aktiviert haben. Finde den Fehler! Grrrrrrrrr.

Also: Gewöhnt Euch schon mal an die Idee, öfter mal etwas zu sehen anstatt zu lesen. Vielleicht ist es auch nur eine Phase. Was aber immer für Euch da sein wird, wenn es hier im Blog still ist: Impressionen aus Auxburg auf meinem Instagram-Account (dessen Algorithmus mich aktuell auch Nerven kostet) und Gedanken-Gezwitscher auf Twitter. Da bin ich einfach doch am liebsten – und gebe in Summe vermutlich so viel preis wie hier. Oder sogar mehr.

 

Warum plötzlich Fotos in Schwarzweiß?

Normalerweise photographiere ich in Farbe. Logisch, weil das meiste mit dem momentan so hassgeliebten iPhone geknippst wird.

Als oller Türkis-Fan habe ich immer gerne Farbfotos so bearbeitet, bis der Himmel dezent ins Türkise kippt. Neulich kam mir aber so ein Baum entgegen, der ein ganz besonders bezauberndes Blattwerk trug. Jede Farbe hätte da nur abgelenkt. Ja, sogar Türkis! Und plötzlich war da die Erkenntnis, wie viel besser das aussieht, wenn man sich mal auf das Essentielle eines Bildes besinnt: Nur den Inhalt und die Komposition. Das Gemeine ist doch einfach: Jedes Nullachtfuffzehnfoto sieht in SW gleich fünfmal besser aus. Fazit: Wenn das Bild dadurch gewinnt, stehle ich im zukünftig die Farbe.

Der Baum war übrigens dieser hier. Ihr findet ihn in der Karlstraße. Leider putzt er sich nicht immer so hübsch heraus.

Baum mit schönstem Blattwerk
Ich habe nicht nichts, ich bin offen für das Wunderbare. Sagte der Baum und zog sein schönstes Kleid an.

 

 

Und sonst so?

Ist auch noch einiges passiert. Aber das hebe ich mir für andere Artikel auf, anstatt hier alles zu verpulvern. Ihr wollt ja sicher wieder mehr lesen hier. Oder sehen?

Immerhin habe ich mit dem kleinen Design-Update mir selbst den Anreiz geliefert, hier wieder mehr machen zu wollen. Und ich hoffe, Euch geht es ähnlich :)

 

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