Offener Brief an den AVV: Dein Pseudo-Monats-Abo, echt jetzt?

Lieber Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund AVV,

dass gefühlt die ganze Stadt gerade auf Dir herumhackt, ist ganz schön böse (Diskussion bei der Augsburger Allgemeinen auf Facebook Teil 1, Teil 2). Immerhin hast Du Deine neuen Tarife nur deswegen eingeführt, um alles zu vereinfachen. Oder so. Tatsächlich sind jetzt einige Strecken deutlich günstiger, andere dafür doppelt so teuer. Über die genauen Zahlen lasse ich die anderen berichten, die sich deswegen jetzt so aufregen. Mit Zahlen habe ich es nicht so. Aber dafür mit Worten. Und deswegen muss ich mich auch aufregen.

Es folgt: Ein Offener Brief an den AVV

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Auxkvisite Antworten auf bisher ungelöste Fragen 2017

„Wer suchet, der findet!“ Was nach Google klingt, stammt – so sagt Google – aus der Bibel: Matthäus 7,8. Ich bezweifle aber, dass alle Fragen, die 2017 bei Auxkvisit eingetrudelt sind*, auxkvisite Antworten erhielten. Manche Fragen sind einfach zu abstrus („Katze im Bikini“), und bei einigen bin ich mir nicht sicher, ob sie der Blog bisher vollumfänglich beantworten konnte („Tinder links rechts wischen“). Also lasst mich an dieser Stelle direkt übernehmen. Es folgen: Die bemerkenswertesten Suchanfragen 2017. Was am meisten interessiert hat: ü30-Themen, Verzicht auf bestimmte Lebensmittel und wie man sein Schamhaar schön frisieren kann. Dafuq?

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Organisiert durchs Leben stolpern – meine Bulletjournal Erfahrung

Ein Trend peitscht dieses Jahr besonders laut durch Instagram, Youtube und Co: Das Bulletjournal. Auch liebevoll Bujo genannt, bulletjournalten die Bulletjournaler ihre Bulletjournals voll. WHAT? Na, sie machten ihr Notizbuch-Kalender selber. Ganz schön viel Aufmerksamkeit für ein eigentlich so unauffälliges Teil. Doch halt: In einem Bulletjournal wird mit größter Detailverliebtheit handgelettert, gezeichnet und ganz wunderschön ordentlich jeder einzelne Tagespunkt eingetragen. Das sieht geil aus – auch wenn am Schluss alle Bullet Journals gleich geil aussehen. Dabei war das Bujo ursprünglich dafür gedacht, ein ganz individuelles und ja, auch schlichtes Buch zu sein, das einem im Alltag hilft.

Als jemand, der gerne zeichnet und von Notizbüchern und Schreibwarenläden nie genug bekommt, konnte mich diesem Trend unmöglich entziehen. Noch spannender fand ich das Ganze, als ich mich genauer zu informieren begann: Begibt man sich zu den Wurzeln des Bulletjournalings, geht es nämlich in erster Linie darum, seinen Alltag besser zu strukturieren – und damit letztlich sich selbst. Welch traumhaftes Versprechen für Chaoten wie mich! Hat mein Bujo aus mir nun eine ordentliche Fee gemacht? Es folgt: die auxkvisite Bulletjournal Erfahrung. Weiterlesen

Tschüss Capitol Augsburg – das Ende des Moritzplatz

Du tauchst ein in den Ledersitz. Ein paar Risse hat er schon, seiner Gemütlichkeit tut das aber nichts ab. Im Gegenteil. Dein Kaffee im Papierbecher ist noch zu heiß, um ihn zu trinken, und ohnehin willst Du erst noch die Karamel-Verzierung auf dem Milchschaum bewundern ablecken. Sacht poltert ein Beat im Hintergrund, Menschengemurmel füllt den Raum, und die Schlange vor der Theke knickt im 180 Grad Winkel ab, ja könnte sich fast in den eigenen Schwanz beißen. Du siehst den Menschenrauschen den Judenberg zu, auf- und abwärts, Ebbe, Flut. Ja, Du sitzt im alten Powwow am Moritzplatz. Das es so nicht mehr gibt, ja nicht mal mehr seinen Namen hat.

Das macht uns Augsburgern nichts, und wir nennen das Heyzel Coffee auch weiterhin so – ist innen ja alles wie früher. Aber jetzt haben sie uns noch etwas anderes an dieser Stelle weggenommen. Und der Moritzplatz, wie wir ihn mal kannten, ist für immer Geschichte. Tschüss, Capitol Augsburg! Weiterlesen

LAB30: Medienkunstfestival Augsburg 2017

Soeben fiel mein Mitternachtssnack auf den Boden. Er landete mit der Frischkäseseite nach oben. Beim Weggehen habe ich häufig nicht so viel Glück, da gewinnt häufiger Murphy’s Law bzw. folgendes Gesetz: Nehmt Miriam mit, und der DJ legt hundertpro Scheiße auf. Oder es ist gar kein DJ da. Sondern Helene Fischer. Aber bevor ich jetzt das schlimmste Untergangsszenario ausmale, lasst mich lieber über schöne Dinge jetzt schreiben: Über das Medienkunstfestival LAB30. Das mal wieder im Herbst in Augsburg stattfindet und selbst „In Augsburg ist doch nix los!“-Motzgurken in staunende Lämmchen verwandelt. Und – so nebenbei – Musik für die schönsten Untergangsszenarien ever bietet.

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