Eine Auxburgerin in Köln

Habt Ihr in den letzten Tagen etwas auf Auxkvisit bemerkt? Ich hatte Urlaub. Kein Wunder, wenn Euch das durchgerutscht ist: Fast hätte ich ihn selbst kaum bemerkt. Kurz bevor er zu Ende war, wollte ich dann doch noch raus aus Auxburg. Denn so schön es hier auch ist: Ich will auch mal anderer Städte kennenlernen. Zum Beispiel Köln: Eine Stadt, die ich bislang kaum auf dem Radar hatte – und jetzt dafür umso mehr!

Liebe Augsburger, Ihr müsst jetzt ganz stark sein: Köln ist so charmant, dass ich bereits dabei bin, den Begriff „kölnskvisit“ zu kultivieren. Müsst Ihr Euch Sorgen machen, dass ich abhaue? Butter bei die Fische: Wie schneidet Köln im Vergleich mit Auxburg ab? Weiterlesen

10 Fakten über Auxkvisit

Es begab sich in einer Nacht, dass eine Augsburger Bloggerin getaggt wurde. Kurz vor dem Einschlafen, also dem Prozess, der sich drei Stunden lang ziehen kann, weil man „noch kurz auf dem Handy was nachgucken will“. Da sah ich es: Augsburgs liebste Illustratorin Nonti hatte mich auf Instagram getaggt! Das heißt, ich darf mich den #10randomfacts-stellen. Shocking News in diesen 10 Fakten über mich nicht ausgenommen! Ich hoffe, Ihr lasst mich trotzdem in Auxburg. Einige Sachen disqualifizieren mich definitiv als Augsburgerin …

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Oh nein, nicht noch eine Bloggerin, die dichtet!

Durch Twitter schwirrt der Hashtag #Lieblingsgedicht. Anscheinend geht das schon länger so, weswegen ich da jetzt niemanden mehr mit dem einunddrölfzigsten „Odi et amo“ behelligen will. Oder Trakl, Hesse oder Erich Kästner. Kennt man ja alles. Die sind ja alle auch schön. Was man nicht kennt, ist das Gedicht einer 16-Jährigen.

An einem sommerwarmen Mittag strengt sich das Mädchen an, während der Geschichts-Stunde mit offenen Augen und aufrecht sitzen zu bleiben. Wenn der Lehrer wie Boris Becker redet, kann das schon mal passieren. Und die senfgrünen Vorhänge halten die Hitze leider nicht davon ab, sich wie ein Kokon auf den gesamten Körper zu legen. Der Pausenhof färbt sich bunt von den Schulränzen der Unterstufler, die für heute schon aus haben: Pink, grün, blau, rot, lila, ein paar schwarze. Dem Mädchen ist langweilig, so langweilig! In diesen leeren Raum schossen plötzlich die Worte: „Wenn die Glucken sich ducken und zucken“. Von dem Lehrer kamen die nicht – sondern aus dem Mädel selbst. Die restliche Stunde verbringt sie damit, weitere Worte aneinander zu reihen.

Die 16-Jährige war ich.

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Virtuelle Liebe – 2017 noch mit echten Menschen!

Am 24. Juli ist der internationale Tag für virtuelle Liebe. Kein Scherz! Diesen Tag können Paare, die sich online kennen gelernt haben, feiern. Als würde Valentinstag nicht reichen. Ursprünglich wurde der Tag der virtuellen Liebe ins reale Leben gerufen, damit sich Online-Flirtende nicht mehr deswegen schämen müssen. Diesen Virtual Love Day gibt es nämlich schon seit 2001. 2017 ist uns das Internet und wie es sich mit unserem Leben verknüpft nicht mehr peinlich: Der virtuelle Raum ist nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Wir haben fünf Messenger installiert, Instagram, Facebook, Twitter, Youtube, ein paar Spiele – und eben auch Tinder. Heute ist klar, dass man kein hässlicher Monk sein muss, um online zu daten.

Zurück geht es ohnehin nicht mehr: Der nächste Schritt werden virtuelle Flirt-Räume sein, in denen wir via Avatare flirten, wenn wir es nicht gleich direkt mit Robotern treiben. Oder wir knutschen ein Gummi-Teil („Kissenger“), und das Ding gibt die Vibrationen an unseren Knutschpartner weiter. Um nur ein vibrierendes Teil zu nennen.

Voilà, es folgt: Ein Tinder-Best-Of anlässlich des Feiertages – inklusive Updates, was bei mir grad so los ist. Von Tinder halte ich nicht mehr so viel, virtuelle Liebe deswegen aber nicht für abwegig. Und nein, das ist kein Widerspruch, wie man in der ersten Sekunde vermuten könnte. Im Gegenteil.

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Versunken & Entsprungen – der Augsburg Comic

Ich renne zur Tram. Schnell, jetzt aber schnell! Der Blickkontakt zum Tramfahrer ist hergestellt, ich gebe mein Bestes und flörte sogar ein bisschen. Lieber Mann, warte noch kurz, nur ganz kurz! Gleich hab ich’s: Uns stehen nur noch eine Kindergartengruppe, zwei Omas samt ihren Rollatoren und ein Tussi mit 13 H&M-Tüten und einem Rehpinscher im Weg. Letzterer lässt sich am einfachsten beseitigen.

Mit einer elegant-neckischen Bewegung entscheidet sich die zarte Sohle meiner Sommersandalen, genau jetzt in aller Ruhe der Frage nachgehen zu wollen, was sich in den Fugen der Kopfsteinpflaster grundsätzlich und überhaupt verbirgt. Dabei sind Sommersohlen äußerst stur. Ich höre ein zartes Jaulen – meine Sohle oder der Köter? Egal. Den Rest zur Tram lege ich auf einem Bein hüpfend zurück. Puh! Just in der Sekunde, als ich den Knopf an der Tür drücken will, erlischt sein grüner Glanz. Karma strikes back: Die Tram fährt los. Der Tramfahrer sieht mich kopfschüttelnd und mit erhobenem Zeigefinger an. Na, zum Glück nur der Zeige-! Ich seufze laut auf und muss schon wieder rennen. Denn so langsam holen mich die Ömchen und die Kinder ein.

Ach, Augsburg! Du kannst einen mit Deinen typischen Gepflogenheiten schon ganz schön ärgern. Solche Geschichten oder ganz andere erlebt hier jeder. Manche sind erzählenswert, einige bloggenswert, und einige Auserlesene haben es in ein Comicbuch geschafft: Versunken & Entsprungen. Das in Kürze im Handel ist!
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