Wie schnell kann man 2026 bekannt werden? Muss man das überhaupt? Du willst es offensichtlich, also bekommst Du hier meine Tipps und Tricks! Ich berufe mich hierbei auf meine Erfahrung aus über 10 Jahren Bloggen – hier auf Auxkvisit – und meiner aktuellen Tätigkeit und Expertise als Personal Brand Designerin.
Ich darf schon mal spoilern: Meine besten Erfolge habe ich ohne großen Plan hingelegt! Abschauen kannst Du aber immer noch genügend … Ich würde es Dir auch hart empfehlen, damit Du nicht die gleichen dummen Fehler machst wie ich. 😶
»Personal Brand«
Definition
Eine Personal Brand ist das wunderbare Neudeutsch-Denglisch für Personenmarke.
Klassische Markengestaltung bzw. Brand Design ist vor allem für Unternehmen wichtig, um sich als erkennbare Marke von den unzähligen Mitbewerbern zu unterscheiden. Ein Brand Design besteht aus Logo, Farben, Schriften etc.
Mittlerweile ist dieser Aufwand auch für Soloselbständige und Content Creators, Influencer und Künstler wie Autoren oder Schauspieler notwendig: Ohne Personal Brand fällst Du heute leider nicht mehr auf. Online schon gar nicht, weil der Markt total übersättigt ist.
Wie viel Berühmtheit bei 10 Jahren Hobbybloggens herausgekommen ist
Nachfolgend bekommst Du meine auxkvisite Geschichte. Wenn Dir das zu ausführlich ist, spring gleich zum #TLDR!
Januar 2015 / Am 18 beginne ich mit Auxkvisit als Augsburger Stadt- und Lifestyleblog angefangen. Es ist reines Hobby und Privatvergnügen – ich will einfach nur schreiben und gelesen werden können. Wo ginge das besser als auf einem eigenen Blog?
Das war übrigens der erste Artikel auf Auxkvisit! Erinnerst Du Dich?
Weil mir Auxkvisit als meine kreative Spielwiese dient neben der Arbeit als Art und Creative Director in einer Werbeagentur, halte ich es mit dem Marketing locker und lässig: 10 Follower auf Instagram, passt! Heute sind es unwesentlich mehr.
Nicht lumpen lasse ich mich jedoch in Sachen Suchmaschinenoptimierung: Die bringe ich mir selbst bei und lande überraschend schnell in den Top 3 von Google, wenn man »Augsburg Blog« sucht. Erste Anfragen kommen, IKEA schickt mir gar einen geheimen Schlüssel, generell lande ich schnell im PR-Verteiler diverser Listen. Als würden sie mich für eine ernstzunehmende Schreiberin halten …
Kooperationsanfragen kommen bald im Wochentakt. Ich lehne alle ab, weil ich ja kein Business betreibe. Einzig lasse ich mich darauf ein, auf Augsburger Veranstaltungen zu gehen und über die zu schreiben. Oder ich schreibe kostenlos über Newcomer-Bands.
Schnell ist es mein größter Traum, eines Tages in der Augsburger Allgemeine zu landen. Das wird sich schon bald rächen …
»Es wäre nicht gut, wenn all unsere Träume erfüllt wären. Wir wären praktisch wie tot, wenn wir nichts mehr hätten, wovon wir träumen könnten.«
L. M. Montgomerys Anne of the Island, 2015
2017: Die Augsburger Allgemeine kommt auf mich zu, ob sie mich interviewen dürfe. Natürlich habe ich Miriam Zissler sofort »JA« gesagt! Und so sprachen wir bald von Miriam zu Miriam im Pow Wow am Rathausplatz ⧉. Kurz danach erschien der Artikel über mich in der Serie »Augsburg bloggt«. Leider ist der komplette Text mittlerweile nur noch im Abo zu lesen.
➸ Wenn Du eines hast, kannst Du ihn hier lesen.

Danach: Traum erfüllt!
Und jetzt?
In eine große Zeitung wie die Süddeutsche oder ZEIT werde ich es wohl kaum schaffen. Was könnte also mein nächster Traum sein? Ein größenwahnsinniger Teil von mir träumt, in der Talkrunde bei Giovanni di Lorenzo zu sitzen. Berüüüühmt sein, tschackalacka, wie cool wäre das denn?
Höchst uncool!!
»Will ich das überhaupt!!?!«
Am 13. Mai 2017 ist es soweit: Ich bin zum Einkaufen in der Stadt. Ein bisschen Basic, ein bisschen Stadtmarkt. Und, naja, wenn ich schon in der Nähe bin, gehe ich auch noch zu LUSH. Immerhin suche ich ja auch noch ein Muttertagsgeschenk.
Mit zweimal Trichomania in der Hand und einem überteuerten, aber wortwörtlich leider arschguten Peeling, stehe ich an der Kasse. Wegen der gar so hübschen Papiertüten komme ich mit der Verkäuferin ins Gespräch. Und da meint die doch tatsächlich mittendrin auf einmal so:
»Bist Du die mit dem Blog?«
Eine Gesichtshälfte von mir läuft knallrot an. Die andere beschließt, sämtliche Farbe und Körpertemperatur zu verlieren. Ich nuschle »Ja«, packe mein hübsches Tütchen ein und verlasse den Laden mit gesenktem Kopf.
Es fühlt sich überhaupt nicht gut an, erkannt zu werden! Natürlich freue ich mich, dass mein Tun so weit ausstrahlt und die Leute Auxkvisit offensichtlich gerne lesen. Sie mögen den Blog. Alles wunderbar!
Aber dass sie mich erkennen? Einfach so im Laden?
Urrrgs.
Not my cup of tea! Ich möchte weiterhin gerne in aller Ruhe durch die Stadt laufen können. Privatsphäre ist mir doch so wichtig! Also fahre ich nach diesem schönen Schockmoment Auxkvisit peu a peu runter, ohne es zu bemerken.
Und dann gibt es doch ein paar handfeste Faktoren, die schließlich zum ersten Halbtod führen.
2018: Es geht dem Ende zu
2018 gehen gleich drei Bomben gleichzeitig rund um mich herum hoch:
- die DSGVO: Blogger müssen nun prontissimo reagieren, damit sie nicht abgemahnt werden. Ich nehme die Sache Ernst, kann mich aber nicht in dem Ausmaß darum kümmern, wie ich will, weil ich parallel …
- … umziehe: Endlich habe ich eine neue Wohnung gefunden! (Dank auxkvisit.de – danke K. ♡ ) Um den Umzug kümmere ich mich kompeltt allein, was meine komplette Zeit absorbiert. Ich muss nach 21 Jahren in der alten Wohnung ausmisten, lese unglücklicherweise Marie Kondo und trenne mich – was ich nie wollte! – nicht nur von einem Buch, sondern von mindestens vier Regalmetern Büchern. Andere Geschichte, ganz andere Geschichte!
- Und dann verschüsst sich auch noch mein iMac: Kaputt. Zum Glück kann ich mir einen uralten Laptop aus der Arbeit borgen, um meinen Umzog zu koordinieren. An Bloggen ist aber hundertprozentig nicht mehr zu denken! Zu diesem Zeitpunkt lasse ich einen PRogrammier-Kollegen auxkvisit.de bewusst abschießen, um ja keine Probleme zu bekommen. Ein gezielter Nackenschuss – tot!
Nach meinem Umzug folge das Übliche. Ich kenne das Muster, so war es auch schon nach meinem Diplom oder eben, nachdem ich in der Augsburger Allgemeinen stand:
Miriam: »Ziel erreicht! Was machen wir jetzt?«
Auch Miriam: »Hmmm. Kein Peil!«
Miriam:»Ich hab’s! Wie wäre es mit einer depressiven Verstimmung?«
Auch Miriam: »Gute Idee! Das kennen wir ja schon. Gebongt!«
Ich hänge also monatelang durch …

Revival für nichts
Als ich langsam wieder Energie bekomme, wird die leider schnell in ungeahnte Wege umgeleitet: Der alte Creative Director in der Arbeit kündigt. Als neue CD können sich alle gut mich vorstellen! Ich mich ja auch. Also sage ich sofort zu. Das ist im Herbst 2019.
Jetzt bin ich nicht nur für meine eigenen Projekte zuständig, sondern fürs komplette Kreativteam. Ich will einen auf »Female Leadership« machen, bleibe selbst im größten Stress immer freundlich und verteile statt Zuckerbrot und Peitsche lieber Kekse. Viel Organisatorisches kommt auf mich zu. Ich bin aber absolut heiß darauf und gebe meine komplette Energie hinein.
Fürs Bloggen bleibt also erstmal keine mehr.
Als ich sie endlich wieder hätte, kommt die nächste Klatsche: Corona. Mit Artikeln über Kulturveranstaltungen in Augsburg, ja über Leben in Augsburg überhaupt, und/oder Daten ist also erstmal lange Zeit nix mehr. Ein bisschen dokumentiere ich diese wilde Zeit wenigstens:
Und auch das Thema Dating will ich wenigstens noch einmal aufbringen, als Corona »endlich vorbei« ist:
Jeder, allemal ich, merkt: Die Energie ist raus. Wiederholt habe ich das Ende verkündigt und doch wieder »weitergemacht«. Für mich weiß ich jetzt, dass ich Auxkvisit stehen lassen möchte als Archiv für treue Leser. Vielleicht kommt irgendwann doch noch was Neues, so wie heute ッ Aber einen Stress möchte ich mir damit nicht mehr machen.
Dafür werde ich das nächste Mal lieber für was anderes bekannt, das mich weiterhin in Aux in Ruhe mein Eis schlabbern lässt! ✌︎
#TLDR
Very Long Story short
In nur zwei Jahren habe ich es geschafft, in Augsburg erkannt zu werden.
In Google hat man mich superschnell supergut gefunden. Mit meinem minimalen Aufwand war ich nach nur zwei Monaten in den Top 3 dabei – und blieb es auch all die Zeit über, als ich mit Herzblut gebloggt habe.
Vier Jahre hat es gebraucht, bis ich ein Interview in der Augsburger Allgemeinen geben durfte. Die Leute in der Redaktion kannten meinen Namen. Warum auch immer! (Mich hat ja sogar mal die ehemalige Bürgermeisterin auf Facebook angeschrieben!)
Und dabei bin ich das ganze so spielerisch angegangen: Redaktionsplan hatte ich nie einen und mein Social Media nur larifari betrieben.
Also, es kann klappen – auch wenn oder gerade weil man nur dem folgt, wofür man brennt. Wenn das nicht gleich einer meiner drei Tipps für Dich ist! Und ich kann Dir diesen Eso-Kuschel-Wooo-Spruch auch erklären, warum das rein psychologisch-biologisch funktionieren muss.
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Bekannt werden – meine 3 Tipps für Dich
❶ Optimier Deine Website. Hab überhaupt eine!
Auch wann man SEO in Zeiten von KI für obsolet hält und die Profis heute vor allem von GEO sprechen (Suchmaschinenoptimierung extra für die künstliche Intelligenz), so kann ich Dir nur raten, zumindest die Basics in Sachen SEO zu lernen: Keyword und ein SEO-Tool Deiner Wahl, da gibt’s unzählige. Ich zum Beispiel nutze die kostenlose Version von Yoast, die reicht mir dicke.
Und, ja: Auch und vor allem in Zeiten von Social Media empfehle ich Dir unbedingt eine eigene Website. Denn die Monopolisten können von einem Tag alles umschmeißen (Gell, Twitter/X!). Mit einer eigenen Website bist Du für alle Eventualitäten und Ewigkeiten gerüstet. Und Du hast vieeeeel mehr Spielraum für Punkt ❸!
Wie ich es erlebt habe: Bis vor Kurzem hätte ich nicht gedacht, wie effektiv SEO heute noch ist – aber ein Kundenprojekt hat mich eines besseren belehrt: Für die Heilpraktikerin Carolin Zahn habe ich es binnen kürzester Zeit geschafft, sie in Google ganz nach oben zu bekommen! Frag mich nicht wie, ich kann es doch nur rudimentär! Und, noch besser: Wann man nach »Frauenkreis Augsburg« sucht – Carolins Hauptangebot –, wird Carolin sogar im KI-Ergebnis erwähnt! 😱

❷ Leidenschaft & Authentizität
Carolin steht 100% hinter dem, was sie macht. Ihre Leidenschaft und auch Persönlichkeit habe ich so gut es geht in das Webdesign und auch den Text eingebunden. Denn das ist ja wiederum meine Leidenschaft … 🤭
Feinstofflich gesprochen heißt es, die Energie wäre die Ausgangsbasis von allem: »Mind over Matter!« bzw. das Hermetische Gesetzt Nummer 1: »Alles ist Geist.« Du kannst es aber auch gerne einfach psychologisch oder sogar biologisch begründen:
Menschen spüren einfach, was echt ist.
Als lebendige Wesen bemerken wir nunmal an den kleinsten Signalen, ob jemand wirklich aufrichtig ist. Schuld daran sind die sogenannten Mikro-Expressionen. Entsprechend zieht man Menschen an – oder eben nicht. In Sachen limbisches System sind wir schlauen Menschen bis heute Tiere! Da reichen Körpersprache, Gerüche oder die kleinsten Dissonanzen in der Stimme …
Aufrichtigkeit wird mit Aufmerksamkeit belohnt.
Wenn Du also effektiv für gut befunden werden willst, dann folge bitte Deiner Leidenschaft! Denn dann bist Du am meisten Du. Aber ich weiß, ich weiß, das kann tricky sein – man traut sich einfach nicht.
Und wenn Du noch gar nicht genau weißt, was Deine Leidenschaft ist, und Du aber schon loslegen willst oder musst – dann mach einfach. Auch das kann klappen. Es wird erfahrungsgemäß nur sooooo viel anstrengender werden. Meine eigene traurige Geschichte dazu kann ich gern ein andermal erzählen, wenn Dich das interessiert …
❸ Personal Brand Design
Wenn Du weißt, wofür Du langfristig bekannt werden willst, braucht es das verdammte Personal Brand Design dazu: also das ganze Marken-Tamtam. Du brauchst eine visuelle Identität, die sich nicht nur über Social Media Accounts und möglichst auch eigene Website erstreckt; am besten erkennt man Dich selbst schon an einem unverwechselbarem Look.
Denk nur an Steve Jobs und an seinen omnipräsenten schwarzen Rollkragenpullover … Oder Steve Urkel mit der Brille und den Hochwasserhosen!

Das klingt erst einmal blöde oberflächlich, ist aber einfach ein Muss: Denn Menschen sind visuelle Wesen. Wir sehen etwas oder jemanden, und zack, einsortiert! Aus diesem Schublädchen mit der Aufschrift »erster Eindruck« kommst Du nur schwer wieder raus.
Ich hab für mich auch erst gehadert, wie das nun richtig geht: Denn als Personal Brand darfst, nein MUSST Du ja »einfach Du sein«. Gleichzeitig kenne ich einfach aus 25 Jahren Designerfahrung die Herleitung, sich aus Kundensicht zu nähern: Was wollen Deine zukünftigen Kunden von Dir? Wie gestaltet man, dass die Dich gut finden?
Zwischen Ego-Show, Authentizität und auch einer gewissen notwenigen Wirtschaftlichkeit ist es schon echt eine ziemliche Gratwanderung. Von vielen Menschen – mir inklusive – habe ich wiederholt gehört, dass ihnen Eigenmarketing zu cringe ist und ihnen glatt physische Schmerzen macht, sich so zu exponieren. Diesen klugen, feinen Menschen geht es meistens darum, dass sie mit ihrer guten Arbeit etwas bewirken können und nicht, um selbst mordsmäßig berühmt zu werden. Aber auch das geht, wenn man es nur behutsam anfasst.
Wer da gaaaaanz in die Untiefen eintauchen will, geht noch eine Schippe tiefer mit Archetypen Brand Design. Davon erzähle ich auf archetypich.de gerne mehr!

Fazit: Bekannt werden ohne Aua-aua
Wer bekannt werden will, hat heute mehr Möglichkeiten denn je: Spätestens einen Social Media Account hast du in weniger als 5 Minuten errichtet. Von daher: Alles tutti!
Problem ist nur, dass das heute jeder macht.
Es gilt also, herauszustechen. Am besten als genau der Mensch, der Du eh längst bist! ✌︎
Als Personal Brand rate ich Dir also auf jeden Fall zu 100% Authentizität. Und nein, Du musst Dich dafür nicht nackig machen …
Natürlich braucht es natürlich ein paar technische und psychologische Skills: Der ganze Kladderadatsch aus Webdesign mit WordPress, SEO und Marekting. Aber all das kann man lernen, wie ich es selbst vor über 10 Jahren als Hobby-Bloggerin gelernt habe. Ich erinnere: Nach wenigen Monaten war ich oben in den Google-Suchergebnissen, nach zwei Jahren wurde ich unterwegs erkannt, nach vier Jahren stand ich in einem Interview in einer großen Zeitung.
Die Frage ist jetzt nur noch: Willst Du es wirklich?
Wenn ja und Du da Hilfe brauchst, schreib mich gerne an: