Was kann man nach so einem Abend noch groß sagen? Ein Mädchen, rotwangig, ob von Rouge, der Kälte oder Stimmung, so genau lässt sich es nicht sagen, strahlte: „Augsburg, ich bin so stolz auf dich!“ Recht hat sie.

Auxburg hat mit der Mahnwache heute Abend gezeigt, dass es sich auch 2016 ganz klar als Friedensstadt positionieren kann: Augsburg singt Beethovens Neunte und „Let the Sunshine in“. Auxburg entlässt #AmoreStattPengPeng-Ballons in den Nachthimmel, der Mond darf kurz verstecken spielen und die AfD-ler tun das im Rataus, lugen aber neugierig aus dem Fenster. Wir haben ja auch laut genug gebrüllt und gebuht, dass sie Grund zum Gucken hatten.

Auxburg tanzt. Will es, muss es, um nicht ganz zu erfrieren. Und Augsburg wartet: Dass Frau Petri endlich den Abflug macht – am liebsten gleich bis zum Mond oder ein paar Galaxien dahinter. Auxburg steht bereit, Augschburgs Polizei noch bereiter. Aber Frau Petri kommt nicht. Hat sie einen braunen Pyjama eingepackt und nächtigt im Rathaus? Ist sie durch ein Schlupfloch geflüchtet? Ich weiß es nicht. Einige hätten ihr gerne noch ein Abschiedsliedchen gesungen und übten fleißig. Transparente waren viele da: Für Freiheit, für Menschenrechte. Refugees welcome. Für Artikel 1. Leider bibberten wir umsonst.

Hat der Abend also was gebracht? Na klar! Augsburg hat innerhalb kürzester Zeit eine von ca. 3000 Menschen besuchte Demo organisiert. Alle haben – egal ob mit oder ohne Tansparent – Flagge gezeigt. Und Herz.

 

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